Donnerstag, 18. September 2008

Was ist eigentlich ... Sumak?

Sumak (Rhus coriaria), auch Gewürzsumak, Sumach, Färbersumach, Gerbersumach genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Anacardiaceae (Sumachgewächse) deren Verwandte sich hierzulande in vielen Gärten als Ziergehölze wiederfinden. Dazu gehört zum Beispiel der eigentlich aus Nordamerika stammende Essigbaum, der im Herbst mit seiner kräftig roten Laubfärbung nicht zu übersehen ist. Wild wachsend ist der Sumakbaum im Mittelmeerraum sowie in Arabien und Zentralasien beheimatet.

Den Namen "Gerbersumak" verdankt die Pflanze ihren stark tanninhaltigen Blättern welche früher  zum Gerben von Leder verwendet wurden.

Als Gewürz werden die Früchte des Sumakbaumes verwendet, die meist grob vermahlen und mit einem gewissen Anteil Salz vermischt in den Handel kommen.  Sie sind reich an verschiedenen Fruchtsäuren und Tanninen die für den herb-säuerlich  adstringierenden Geschmack des Gewürzes verantwortlich sind.

Der Name "Sumak" stammt vom aramäischen Wort "sumaqa" bzw. dem arabischen "as-summaq" und bedeutet "dunkelrot" - die Farbe der Früchte.

Sumak ist ein besonders in der orientalischen Küche äußerst beliebtes Gewürz. Hier wird es in der Küche, in Gewürzmischungen und häufig auch als Tischgewürz verwendet. Im Iran und der Türkei ist es üblich, Sumak über die fertigen Gerichte zu streuen. Von Salaten über Reiseintöpfe bis zu Fleischgerichten findet er hier vielseitig Verwendung und ist ein unverzichtbarer Bestandteil der orientalischen Küche.

Im Mittelmeerraum, wo Sumak seit der Antike bekannt und geschätzt ist, bereitet man aus den Früchten einen aromatischen Sud zu, den man den verschiedenen Gerichten beigibt.

Die amerikanischen Ureinwohner stellen aus den Sumak-Früchten ein säuerliches Getränk her indem sie diese zerreiben und in Wasser aufkochen. Bekannt ist dort auch die Bereitung eines Tees aus der Wurzelrinde des Baumes welcher unter anderem gegen Durchfall angewendet wird.